Zum Abschluss der Vorrunde gastiert der SV Niklashausen in der Tischtennis-Badenliga am Samstagabend ab 18:30 Uhr im Pfinztal bei der TTG Kleinsteinbach/Singen zur Neuauflage einer denkwürdigen Begegnung von vor bald zwei Jahren, als die Taubertäler mit einem 8:8 eben gegen diesen Gegner den Aufstieg in die Badenliga praktisch perfekt machten.

Gerne erinnert man sich in Niklashausen an diesen Tag im März 2015 zurück, als das Team die Euphorie einer ganzen Busladung Zuschauer im Rücken hatte. Ganz so viele Fans werden die lange Anreise dieses Mal wohl nicht in Angriff nehmen, aber dennoch würden sich Chris Malcherek und der Rest des Teams über jede Unterstützung freuen. Schwer genug wird die Aufgabe dieses Mal ohnehin werden. Der erst spät in die Saison gestartete Hausherr hat das Feld in den vergangenen Wochen von hinten aufgerollt, und erst eine knappe 9:7-Niederlage beim Tabellenführer Ketsch verpasste den Hoffnungen des Aufstiegsaspiranten einen ersten Dämpfer.

Dennoch geht die Heimmannschaft gegen die zuletzt gegen Mosbach siegreichen Niklashäuser als klarer Favorit ins Spiel. „Nur wenn dieses Mal alles optimal läuft, also wenn wir auch mal mit einer Führung aus den Doppeln gehen und unsere Spitzenleute ihr bestes Tischtennis abrufen können, ist auch in Kleinsteinbach etwas für uns drin“, gibt sich Teammanager Kohl leicht skeptisch.

 

Mosbacher Spitzenspieler im Verletzungspech

Wie im Vorfeld erwartet, trat der TV Mosbach zum „Regionsderby“ vergangenes Wochenende mit seinen drei Spitzenspielern, Heiko Wirkner, Steffen Fetzner und Ivan Takac in der mit ca. 150 Zuschauern sehr gut gefüllten Pfeiferhalle an. Allerdings mussten die Gäste wie die Heimmannschaft auf den weiteren Positionen auf Stammkräfte verzichten, so dass man vor Beginn der Begegnung nur schwer mutmaßen konnte, wer am Ende siegreich von den Tischen gehen würde.

Nach den Eingangsdoppeln gerieten die Hausherren – wie fast immer in dieser Spielzeit – mit 1:2 in Rückstand. Fast schon mit stoischer Ruhe nahm man dies auf der Trainerbank und in den Zuschauerrängen zur Kenntnis. Fast hatte man den Eindruck, die Halle sei in Gedanken schon bei den mit Spannung erwarteten Spitzenpartien Mora / Fetzner und Malcherek / Wirkner.

Hier zeigte der Mosbacher „Altmeister“ seinem etwa halb so alten kubanischen Kontrahenten Yohan Mora zunächst „wo der Hammer hängt“. Mit 9:11 und 6:11 ließ der Doppelweltmeister von 1989 der Niklashäuser Nummer 1 in den ersten beiden Durchgängen keine Chance. Ab Satz 3 machte Mora jedoch ernst und zwang seinen etwas angeschlagen wirkenden Gegner zu längeren Laufwegen, die Fetzner mehr und mehr Probleme zu bereiten schienen. Schließlich entschied Mora mit drei hoch gewonnenen Sätzen das Duell „Alt gegen Jung“ mehr als deutlich für sich. Am Nebentisch dominierte Malcherek die Nummer 1 der Mosbacher klar und siegte glatt mit 3:0 zur erstmaligen Führung für Niklashausen.

In der Mitte erhöhte Dariusz Szlubowski auf 4:3, während sich Lokalmatador Jan Fiederling nach gutem Auftritt mit 1:3 dem bislang in diesem Paarkreuz noch ungeschlagenen Ivan Takac geschlagen geben musste. Die Weichen auf Heimsieg stellten dann die beiden Nachwuchsspieler Miguel Degen und Stephan Rist, die ihre beiden Spiele gegen die Mosbacher Nummer 5 bzw. 6 jeweils recht deutlich gewannen.

Was sich schon ein bisschen in der ersten Einzelrunde angedeutet hatte, wurde dann zur Enttäuschung der Zuschauer leider Realität. Sowohl Wirkner (Muskelzerrung) als auch Fetzner (Rückenprobleme) hatten sich bei ihren ersten Auftritten wohl zu sehr verausgabt und konnten leider zu ihren nächsten Spielen verletzungsbedingt nicht antreten. Kampflos zog Niklashausen somit auf 8:3 davon.

Entschädigt wurden die Fans dafür mal wieder von „Darek“ Szlubowski, der Takac in vier spektakulären Sätzen niederrang. Mit seiner bisher besten Saisonleistung riss Szlubowski die Zuschauer ein ums andere Mal zu Begeisterungsstürmen hin und verwandelte um 21:15 Uhr seinen Matchball zum umjubelten Tagessieg. Mit dem unerwartet deutlichen 9:3-Erfolg klettern die Taubertäler in der Tabelle auf Platz 5 und haben vor dem letzten Hinrundenspiel einen Vorsprung von 5 Minuspunkten auf den Relegationsplatz.

Team verlässt nach starker Leistung die hinteren Tabellenränge

Die erste Mannschaft machte es am Samstagabend vor, wie es gegen Mosbach geht, und die Jungs der SG-Niklashausen-Dörlesberg schienen sich ein Beispiel an der tollen Leistung der Herren genommen zu haben. Als Außenseiter angereist, brachten Nils Krause, Maurice Anderlik, Benedict Behringer und Levin Betzel dem Hausherrn aus der Waldstadt eine vor allem in dieser Höhe sensationelle 0:8-Niederlage bei.

Insbesondere Nils und Maurice zeigten sich gegen den Spitzenspieler des Heimteams, der in dieser Saison immerhin schon mit positiver Bilanz in der Herren Verbandsklasse aufschlägt, glänzend aufgelegt. Mit 3:0 bzw. 3:2 holten sie zwei wichtige Punkte für unser Team. Auch in ihrem zweiten Einzel ließen beide ihrer Gegnerin keine echte Chance.

Zudem konnten überraschend beide Doppel mit jeweils 3:1 gewonnen werden, und auch das hintere Paarkreuz mit Benedict und Levin wollte dem nicht nachstehen. Mit 3:0 und 3:1 holten sie die restlichen Punkte zum grandiosen Auswärtssieg.

Mit 5:9 Punkten hat das Team das Tabellenende der Jugend Verbandsliga nunmehr verlassen. Im letzten Heimspiel vor Weihnachten trifft man auf die Tischtennisfreunde Hemsbach. Auch im Spiel gegen den aktuellen Tabellenvorletzten darf man auf Niklashäuser Seite auf Punkte hoffen.

 

Einen Leckerbissen der besonderen Art werden die hoffentlich zahlreichen Zuschauer am Samstag in der Niklashäuser Pfeiferhalle geboten bekommen. Mit dem TV Mosbach gastiert nicht nur der einzige weitere Badenligist der Region, sondern gleichzeitig einer der schärfsten Konkurrenten im Kampf um den sicheren Klassenverbleib. Dass mit Steffen „Speedy“ Fetzner auch noch ein ehemaliger Doppelweltmeister (1989 mit dem aktuellen Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf) im Team der Odenwälder steht, dürfte – neben der spannenden Tabellensituation – als zusätzlicher Zuschauermagnet wirken. Mit einer Saisonbilanz von 6:4-Einzelsiegen bis dato hat der Altmeister erneut demonstriert, auf welchem Niveau er auch mehr als ein Vierteljahrhundert nach seinem größten Triumph spielen kann.

Übertroffen wird Fetzner noch von Spitzenspieler Heiko Wirkner der bislang bei zwölf Siegen erst 2 Matches abgeben musste. Die Nummer 3 der Gäste, Ivan Takac, ist im mittleren Paarkreuz sogar ungeschlagen. „Das wird eine ganz harte Nummer“, mutmaßt Trainer Behringer. „Da sich unser Sommerneuzugang Jankowiecki kurzfristig entschlossen hat, das Team zum Vorrundenende zu verlassen und daher schon in den ausstehenden Spielen nicht mehr zum Einsatz kommen wird, müssen es eben die Jungen im mittleren und hinteren Paarkreuz richten. Das hat ja schon öfters in dieser Spielzeit gut geklappt“.

In jedem Fall steht für die Tischtennis-Gourmets der Region wieder einmal „Haute Cuisine“ auf der Speisekarte. Vor allem die Paarungen im vorderen Paarkreuz versprechen exquisite Delikatessen für den TT-Kenner. Einlass in die selbstverständlich bewirtete Pfeiferhalle ist ab Samstag 18 Uhr, das „Derby“ selbst beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

chbe


Nach zuletzt eher mäßigen Badenliga-Ergebnissen landete der SV Niklashausen vergangenen Samstag den erhofften Auswärtssieg in Weil. Die Zeichen standen vor der Begegnung alles andere als gut, da man aufseiten der Taubertäler erneut auf die etatmäßige Nummer 4, Jankowiecki, verzichten musste. Dennoch wollte man sich durch die Verletzungsanfälligkeit des Neuzugangs nicht aus der Spur bringen lassen und unbedingt mit 2 Punkten im Gepäck nach Hause zurückkehren.

Nach den Eingangsdoppeln lag Niklashausen wieder einmal mit 1:2 hinten. Das vordere Paarkreuz verlief ausgeglichen, Chris Malcherek unterlag 16:18 im fünften Satz, während die Nummer 2 des Heimteams verletzungsbedingt sein Match gegen Yohan Mora abgab. Danach sorgte zunächst Dariusz Szlubowski für den Ausgleich, und Jan Fiederling, der für Jankowiecki in das mittlere Paarkreuz vorrückte, holte mit seinem überraschenden 4-Satz-Sieg gegen die Nummer 3 der Weiler erstmals die Führung für die Gäste.

Im hinteren Paarkreuz bauten Miguel Degen und Stephan Rist die Führung auf 3 Punkte aus. Mora und Malcherek stellten kurze Zeit später sogar auf 8:3. Es folgte eine nicht eingeplante Fünfsatzniederlage von Szlubowski, doch das sollte das Team an diesem Abend nicht mehr stoppen. Ausgerechnet Jan Fiederling holte mit seinem Erfolg in vier Sätzen den letzten Punkt für Niklashausen. Mit einer souveränen Vorstellung konnte er die Nummer 4 der Hausherrn in Schach halten und den Endstand von 9:4 sichern.

Mit 10:6 Punkten steht der SV jetzt auf Rang 5 der Tabelle und hat vor dem mit Spannung erwarteten „Regionsderby“ gegen den TV Mosbach wieder etwas Luft auf die hinteren Ränge. „Der Sieg in Weil war natürlich eine tolle Sache, gerade weil die jungen Spieler wie Jan, Miguel und Stan die wichtigen Punkte holen konnten“, freute sich Teammanager Bastian Kohl und ergänzt: „Doch schon jetzt ist unser Blick fest auf das nächste Spiel gegen Mosbach gerichtet. Wir hoffen stark, dass die Pfeiferhalle nächsten Samstag „rappelvoll“ sein wird. Mit unseren tollen Zuschauer im Rücken wollen wir nachlegen und möglichst mit 2 Punkten aus der Begegnung gehen“
chbe

 

Niklashausen vor richtungsweisender Reise nach Weil  ( 9:4 gewonnen )

In der Tischtennis-Badenliga muss der SV Niklashausen kommenden Samstag zum Tabellenvorletzten nach Weil. Die Südbadener konnten bislang nur gegen Schlusslicht Weinheim einen doppelten Punktgewinn einfahren. Dennoch wird die Reise ins „Dreiländereck“ für den SV sicher kein Kinderspiel. Wie so oft in den vergangenen Wochen hat man im Taubertal mit Verletzungspech oder Spielerausfällen aus privaten Gründen zu kämpfen, so dass bis dato noch nicht klar ist, in welcher Besetzung man die kommenden Begegnungen bestreiten kann.
Angesichts der komplizierten Tabellensituation könnte man bei einer Niederlage bis in die Nähe des Relegationsplatzes abrutschen. Dementsprechend motiviert werden die Spieler auch die weite Anfahrt antreten. „Wir dürfen uns in dieser Saison zu keinem Zeitpunkt in Sicherheit wiegen“, mahnt Trainer Christian Behringer. „Die Liga ist so ausgeglichen, dass man bei ein oder zwei schlechten Auftritten oder Spielerausfällen ganz schnell nach hinten durchgereicht wird. Aber auch wenn noch nicht ganz klar ist, ob wir auf alle Stammkräfte zählen können, sollte es gegen Weil zumindest zu einem Punkt reichen.“