Am Samstag stand für die Badenligamannschaft des SV Niklashausen die erste Heimpartie auf dem Programm. Lange hatte man sich auf ein Spiel mit Fans im Rücken gefreut. Unter Einhaltung der Corona-Regeln fanden sich am Abend um die 40 Zuschauer in der Pfeiferarena ein, um ihre Mannschaft anzufeuern und so ihren Teil zu einem hoffentlich erfolgreichen Spielverlauf beizutragen. Die Gegner reisten aus dem entfernten Rastatt nach Badisch Sibirien und man wunderte sich wie so oft, dass es hier im Nirgendwo noch eine so starke Tischtennistruppe gibt.

 

Den spannenden Spielabend eröffnete das Doppel Malcherek/Bereziuk gegen Schmid/Hertel und ließen dabei nichts anbrennen, so dass der erste Punkt rasch in trockenen Tüchern war. Parallel mussten Fiederling/Rist gegen das gegnerische Spitzendoppel Neumaier/Weis ran. Hier ergab sich das umgekehrte Bild, so dass Rastatt auf 1:1 ausgleichen konnte, ehe sich im dritten Doppel Degen/Achmetow gegen Hillert/Prestenbach duellierten. Leider fehlte der Niklashäuser Paarung am Ende des dritten und vierten Satzes das nötige Quentchen Glück, so dass das Spiel an die Gäste ging und man mit einem knappen 1:2 Rückstand in die erste Einzelrunde startete.

 

Zunächst war Malcherek gegen Schmid an der Reihe. Der starke Rastätter wusste mit starken Bällen zu überraschen und war recht unangenehm zu spielen. Dennoch gelang es Malcherek sein Gegenüber in 4 Sätzen in die Schranken zu weisen und für sein Team auszugleichen. Danach fand Bereziuk gegen Neumaier nicht die richtigen Mittel und musste eine empfindliche 0:3 Niederlage hinnehmen, so dass die Gäste wieder vorne lagen. Nun musste Fiederling gegen Hertel ran. Obwohl die ersten zwei Sätze zugunsten des Taubertäler Talents ausfielen, schaffte es Hertel in zwei hart umkämpften Sätzen nochmals heranzukommen und auszugleichen. Jedoch verließ ihn im allesentscheidenden fünften Satz etwas die Kraft und der Mut, so dass Fiederling sein Spiel klar nach Hause bringen konnte. Parallel ließ Degen gegen Hillert wenig zu und kämpfte diesen in vier Sätzen nieder so dass die Hausherren wieder knapp in Führung gingen. Jedoch tat sich Niklashausen  im weiteren Spielverlauf in den Partien Achmetow gegen Prestenbach sowie Rist gegen Weis schwer, so dass am Ende nichts Zählbares heraussprang und man mit einem 4:5 Rückstand in die zweite Einzelrunde startete.

 

Diese startete vielversprechend als Malcherek dem gegnerischen Spitzenspieler Neumaier in einem hart umkämpften Spiel mit 3:0 den Schneid abkaufte und wieder ausglich. Bereziuk haderte in der Partie gegen Schmid oftmals mich sich und seinen Nerven, hatte jedoch im fünften Satz das nötige Quäntchen Glück um doch noch als Sieger von der Platte zu gehen. Danach ließ Fiederling Hillert nicht den Hauch einer Chance und brachte sein Team zum ersten Mal an diesem Abend mit 2 Zählern zum 7:5 nach vorne. Jetzt gelang es Degen, wiederholt sein bestes Tischtennis an die Platte zu bringen und Hertel in vier Sätzen niederzuringen, so dass man gar 8:5 in Front lag und schonmal einen Zähler sicher hatte. Leider lief im hinteren Paarkreuz wie zuvor schon wenig zusammen, so dass sowohl Achmetow gegen Weis als auch Rist gegen Prestenbach weitere schmerzhafte Punkte zulassen musste, so dass die Entscheidung schließlich im Schlussdoppel gefunden werden musste. Zunächst starteten Malcherek/Bereziuk gut ins Spiel und schafften es den ersten Satz gegen Neumaier/Weis zu holen. Diesen wiederum gelang es, mit druckvollem Spiel in den folgenden zwei Sätzen Niklashausen an den Rand einer Niederlage zu bringen. Diese wusste das heimische Spitzendoppel im vierten Satz gekonnt abzuwenden, als Malcherek alles in die Waagschale warf und mit furiosen Bällen den Rastättern gehörig auf die Nerven ging um nach Sätzen auszugleichen. So kam es im allesentscheidenden fünften Satz schließlich zum Showdown zwischen den beiden Kontrahenten. Nun hatte auch Bereziuk den Ernst der Lage erkannt, und spielte gemeinsam mit Malcherek mit höchstmöglichem Risiko das gegnerische Doppel an die Wand. Mit der ein oder anderen Finte  gelang es schließlich Rastatt mit 11:5 zu bezwingen und den letzten Zähler zum verdienten 9:7 Sieg beizusteuern.

 

Danach ließ man den siegreichen Abend bei Mitternachtspizza und Bier ausklingen. Nach einem spielfreien Wochenende gastiert dann am 24.10.2020 der aktuelle Spitzenreiter aus Mühlhausen im Taubertal, so dass man sich bald wieder auf Spitzentischtennis vor heimischer Kulisse freuen kann.