Am vergangenen Samstag mussten die Tischtennisspieler des SV Niklashausen zum vorletzten Vorrundenspiel nach Karlsdorf. Die Vorfreude auf diese machbare Aufgabe wurde jedoch zunächst jäh gebremst, als Spitzenspieler Malcherek aufgrund eines Trauerfalls in der Familie ausfiel. Ersatz fand man in Persona des 15 jährigen Benjamin Ries, der bereitwillig einen Einsatz auf Position 6 zusagte, obwohl er am Vormittag desselben Tages bereits in Büchig für die Jugendverbandsliga-mannschaft auf Punktejagd gehen musste. So brach man mit gemischten Gefühlen im Taubertal auf, mussten bedingt durch den Ausfall mit Jan Fiederling und Timur Achmetow zwei Spieler in das jeweils höhere erste bzw. zweite Paarkreuz aufrücken, wo sie es mit weitaus stärkeren Gegnern zu tun bekamen, als gewohnt. Auch konnte man nicht wie gewohnt auf das Spitzendoppel Malcherek/Bereziuk setzen, so dass auch in den Doppeln die Karten völlig neu gemischt wurden.
 
Aber auch Karlsdorf hatte einen Ausfall auf Position 6 zu beklagen, der ebenfalls durch einen Jugendspieler ersetzt wurde. So startete man in einen spannenden Tischtennisabend.
 
Während das Doppel Bereziuk/Fiederling gegen Klevenz/Strybuk klar an Niklashausen ging, hatten Degen/Ries gegen Stusek/Müller arg zu kämpfen. Dennoch schlugen sich die beiden im ersten Satz nicht schlecht, der nur knapp zu 10 an Karlsdorf ging. Im weiteren Spielverlauf mussten sie den starken Gegnern jedoch Tribut zollen, und den ersten Zähler für die Hausherren zulassen, ehe auch Achmetow/Anderlik and Philipp/Mannshardt scheiterten und Karlsdorf mit 2:1 in die Einzelrunde startete.
Hier musste Fiederling zunächst gegen den heimischen Spitzenspieler Stusek ran, dem er das Feld keinesfalls kampflos überlassen wollte. Und so schaffte es das Niklashäuser Talent, seinem Gegenüber den zweiten Satz knapp abzuluchsen und auch in den weiteren beiden Sätzen duellierten sich beide auf Augenhöhe. Stusek hatte allerdings das nötige Quentchen Glück, um Fiederling in die Knie zu zwingen. Anders herum lief es im Spiel Bereziuk gegen Müller, der sich nach Kräften wehrte, allerdings nicht die nötigen Mittel fand, so dass die Taubertäler wieder auf 2:3 herankamen. Den nächsten Punkt für die Hausherren steuerte Klevenz gegen Achmetow glatt in 3 Sätzen bei. Danach dominierte der Niklashäuser Degen seinen Gegenspieler Philipp nach Belieben und brachte diesem eine schmerzliche 0:3 Niederlage bei.
 
Beim Zwischenstand von 3:4 musste nun Ries gegen Mannshardt an die Platte. Dabei glich das Duell für den jungen Niklashäuser, der bis dato 1259 TTR Punkte sein Eigen nennen durfte, einer „David gegen Goliath“-Aufgabe, brachte Mannshardt doch knapp 600 Punkte mehr mit an den Tisch. Nachdem Ries im ersten Satz das Spiel seines Gegners aufmerksam studiert hatte, spielte er zum Erstaunen aller Anwesenden völlig unbekümmert auf, so dass es ihm tatsächlich gelang, den zweiten knapp für sich zu entscheiden. Und auch im weiteren Verlauf zeigte er bestes Tischtennis, musste am Ende aber dann doch die Klasse seines Gegners neidlos anerkennen.
 
Jetzt musste Anderlik gegen den jungen Karlsdorfer Strybuk ran, der immerhin 1580 TTR Punkte mit ins Rennen brachte. Dennoch sah er gegen den Taubertäler kein Land so dass es mit einem knappen 5:4 Vorsprung für die Hausherren in die zweite Einzelrunde ging.
 
Jetzt kam es zum Spiel der beiden Spitzenspieler Bereziuk und Stusek, die sich die Bälle nur so um die Ohren schossen und keiner dem anderen Kleinbei geben wollte. Dabei zeigte Bereziuk den größeren Siegeswillen so dass es ihm nach 4 hart umkämpften Sätzen gelang, seinem Gegenüber knapp mit 17:15 den Schneid abzukaufen und auf ein zwischenzeitliches 5:5 auszugleichen. Leider hatte Fiederling wohl seine ganzes Pulver im ersten Spiel verschossen, so dass er eine herbe Niederlage gegen Müller setzte. Diese wusste Degen gegen Klevenz aber wieder wett zu machen, indem er sein bislang bestes Spiel zeigte und seinen Gegner in fünf Sätzen niederrang. Danach schaffte es Achmetow nicht, eine 2:0 Führung gegen Phillipp nach Hause zu bringen so dass die Hausherren wieder in Führung gingen, ehe Anderlik starkes Tischtennis gegen Mannshardt zeigte, und diesen mit 4:1 von der Platte fegte.
 
Beim Stand von 7:7 ging es nun in das Duell der Youngsters. Auch hier startete Ries als klarer „Underdog“ gegen den wesentlich stärkeren Strybuk. Der Karlsdorfer war mit Sicherheit überrascht von der vehementen Gegenwehr seines Niklashäuser Gegenübers, und schaffte es nicht sich nennenswert abzusetzen so dass es nach zwei Sätzen 1:1 stand. Parallel dazu hatten Bereziuk/Fiederling gegen Stusek Müller bereits das Nachsehen so dass die Hausherren mit 8:7 den Sieg zum Greifen nah hatten. Als Strybuk dann mit 2:1 in Führung ging, sah Ries schon seine Felle davon schwimmen und warf alles in die Waagschale, so dass es ihm gelang, sich in den allesentscheidenden fünften Satz zu retten. Hier konnte er nochmals eine Schippe drauflegen und so seine tolle Tagesform mit dem Sieg und einem nie geglaubten 8:8 Unentschieden gegen Karlsdorf krönen. Sowohl von Mannschaftskollegen als auch von den Gegner gab es viel Lob und Anerkennung für diese hervorragende Leistung.
 
Nächste Woche geht es dann zum letzten Spiel der Vorrunde nach Mutschelbach, wo man wieder in voller Stärke auflaufen wird.