Sonntagnachmittag nach nervenaufreibenden 2Std 40min war es endlich soweit, und Niklashausen konnte nach einem hart umkämpften Relegationsspiel in Kirchheim verdient über die Hausherren triumphieren und so erstmals den Weg in die Oberliga ebnen.
Doch schön der Reihe nach, wie es dazu kam und sich zugetragen hatte.

 

In der Oberliga hatte kurz vor Rundenende Kornwestheim seine Mannschaft zurückziehen müssen, was Kirchheim 2 Zähler weniger auf der Habenseite einbrachte und zum Leidwesen aller den Relegationsplatz bedeutete, war man doch vorher schon sicher auf einem Nicht-Abstiegsplatz.
So musste man sich im Duell mit den Taubertälern messen. Auf dem Papier hatte Niklashausen, das Malcherek, Duffoo, Bereziuk und Degen ins Rennen schickte, leichte Vorteile im vorderen Paarkreuz, während im hinteren Paarkreuz die Chancen zugunsten Kirchheims ausfielen.

 

Vor ca. 70 Fans aus Kirchheim und Niklashausen startete das Eingangsdoppel Malcherek/Duffoo und Mangold/Geßner. Parallel dazu fieberten ca 50 Fans im Online-Liveticker mit, den 2 Fans aus Karlsdorf und Niklashausen via Tablets von der Tribüne aus mit Live-Punkteständen fütterten. In vier Sätzen gelang es den Gästen, ihren Gegnern den Schneid abzukaufen und so den ersten Punkt für ihre Mannschaft zu verbuchen. Parallel dazu mussten Bereziuk/Degen gegen Hornstein/Gantert ran. Keiner wollte hier Klein beigeben, und dem Gegner das Feld überlassen, so dass sich beide Paare die Bälle nur so um die Ohren schossen. Am Ende hatten aber die Hausherren das bessere Händchen und konnten so auf 1:1 ausgleichen.

 

Die erste Einzelrunde eröffnete Duffoo gegen Mangold, welcher sich nach Kräften wehrte, am Ende jedoch dem Niklashäuser das Feld sehr knapp zu 12 im fünften Satz überlassen musste. Malcherek triumphierte derweil glatt in drei Sätzen über Geßner, der seinem Gegenüber nicht genug entgegenzusetzen hatte. Weiter ging es für Degen gegen Hornstein. Zunächst lief es für den Kirchheimer Abwehrspezialisten besser, bevor Degen auf 2:2 ausgleichen konnte und der heimische Spieler neben Netz, Platte und Halle die ganze Welt gegen sich wissen wollte. Dennoch konnte der Taubertäler aus diesem Umstand keinen Profit schlagen, und musste am Ende knapp zu 11 die Segel streichen. Bereziuk hatte im weiteren Verlauf einen schweren Stand gegen Gantert und musste dessen Spielstärke in drei hart umkämpften Sätzen Tribut zollen, so dass Kirchheim wieder mit 3:3 ausgleichen konnte.

 

Zu Beginn der zweiten Einzelrunde kam es dann zum Aufeinandertreffen der Spitzenspieler Malcherek und Mangold. Etwas überraschend aber verdient konnte der Kirchheimer die ersten beiden Sätze für sich entscheiden, ehe sich das Blatt wendete und Malcherek zur Aufholjagd startete.
Nach jeder Menge sehenswerten Ballwechseln gelang es ihm schließlich, seinen Gegner an den Rand einer Niederlage zu bringen und das Spiel doch noch zugunsten Niklashausens zu entscheiden. Auch Duffoo hatte gegen den stark aufspielenden Geßner arg zu kämpfen. Im entscheidenden fünften Satz fand der Taubertäler allerdings die besseren Mittel und konnte diesen klar für sich entscheiden, so dass man wieder 5:3 in Führung lag.
Allerdings brachte Gantert die Hausherren wieder postwendend auf 5:4 heran, als er Degen nicht den Hauch einer Chance ließ. Währenddessen lief schon das letzte Spiel Bereziuk gegen Hornstein, in dem es für beide Teams um alles ging. Hier musste unbedingt der Sieg für Niklashausen her, da bei 5:5 sonst das bessere Satzverhältnis für Kirchheim zubuche schlagen würde. Zunächst kam aber der Kirchheimer besser ins Spiel, ehe Bereziuk auf 1:1 nach Sätzen ausgleichen konnte. Keiner von beiden wollte dem Gegner das Feld überlassen und jeder einzelne Ball war hart umkämpft. Dennoch gelang es dem Niklashäuser die besseren Treffer zu setzen, so dass er im vierten Satz endlich einen Matchball zum Sieg für sein Team verwandeln konnte.

Endlich fiel die Anspannung von Spielern und Fans ab und man lag sich feiernd in den Armen. Euphorisch und mit viel Vorfreude auf die Oberliga ging es nach dem Spiel auf der Heimfahrt noch zu Werners Kneipe nach Oberwittstadt, wo man es sich bei Schnitzel und Bier gut gehen ließ.