Am vergangenen Wochenende standen sich in ihrem letzten Vorrundenspiel in der Tischtennis Oberliga Baden-Württemberg unsere Lokalmatadoren des SV Niklashausen und DJK Offenburg gegenüber. Auf dem Tableau war eigentlich eine klare Angelegenheit zugunsten der Gäste zu erwarten, mussten diese doch bisher nur gegen den Ligaprimus Birkmannsweiler die Segel streichen. Diese Ansicht teilte wohl auch ein Großteil der Zuschauer, hatten doch gerademal um die 35 ihren Weg in die heimische Halle gefunden, obwohl die Hausherren erstmals mit dem lange verletzten Eigengewächs Jan Fiederling aufwarten konnten.

In den Eingangsdoppeln standen sich Nogami/Fiederling und Mohler/Eise gegenüber. Es entwickelte sich schnell ein enges Duell, das über die volle Distanz von fünf Sätzen ging. Zuletzt hatte aber das Offenburger Duo die besseren Karten und konnte so den ersten Zähler auf der Habenseite verbuchen. Parallel dazu ging es für Malcherek/Bereziuk gegen Becker/Lehmann. Auch hier ging es ordentlich zur Sache und keiner vermochte klein Bei zu geben. Leider hatten die Gäste im fünften Satz das Glück vollends auf ihrer Seite, den sich mit beachtlichen 4 Netzrollern in Folge zu ihren Gunsten besiegelten. So kam es, dass man gleich zu Beginn wieder mit 0:2 ins Hintertreffen geriet.

Daran ändern konnte auch die erste Einzelpartie Malcherek gegen Eise nichts. Der Offenburger zeigte dem Taubertäler Spitzenspieler eindrucksvoll seine Grenzen auf und ließ diesem nicht den Hauch einer Chance, so dass die Gäste auf 0:3 erhöhen konnten. Danach starteten die Hausherren mit dem eine furiose Aufholjagd. Zunächst machte Nogami Mohler in drei Sätzen dem Erdboden gleich. Mehr zu kämpfen hatte zwar Bereziuk gegen Lehmann. Dennoch gelang es ihm, seinem Gegner den Schneid abzukaufen, ehe Fiederling gegen Becker tolles Tischtennis zeigte und so für sein Team 3:3 ausgleichen konnte.

Als Malcherek die zweite Einzelrunde eröffnete und gegen Mohler in fünf Sätzen siegreich vom Tisch gehen konnte, lag man sogar kurzzeitig mit 4:3 in Führung. Diesen Vorsprung machte im Anschluss Eise im Spiel gegen Nogami wieder wett, als der Offenburger sein gesamtes Können aufblitzen ließ, und den Taubertäler eindrucksvoll in die Schranken wies. Nun hatte Bereziuk gegen Becker erstaunlich leichtes Spiel, so dass er den heiss ersehnten fünften Punkt für sein Team festmachen konnte. Im letzten Einzel hatte Fiederling dann sogar die Chance auf den Tagessieg, musste aber seinem starken Gegenüber Lehmann Tribut zollen so dass man sich mit einem leistungsgerechten Unentschieden trennte.

Fazit des Abends: Wenn man es in der Rückrunde schafft, sich in den Doppeln signifikant zu verbessern, dann wäre bestimmt auch die ein oder andere Überraschung drin. So verabschiedet man sich nun auf dem 8. Tabellenplatz, der gleichzeitig Relegation bedeuten würde, in die Winterpause, um Ende Januar frisch und gestärkt an alte Wirkungsstätte zurückzukehren.